Es summt und pufft in Mittenwalde

Diesmal bereits mit Unterrichtsbeginn machten wir, die Biologie-Arbeitsgemeinschaft uns auf in die Mittenwalder Grundschule um dort den Schülern der 6. Klasse die Bienen näher zu bringen. Als wir nach einer halben Stunde Anfahrt von unseren Fahrrädern stiegen, erwarteten uns auch schon die beiden 6. Klassen neugierig. Nach einem kurzen Hallo und gegenseitigem Beschnuppern, konnten wir alle feststellen, dass Mittenwalde mit den Bienen schon lange fest verwurzelt ist, wovon auch heute noch das Bild eines Bienenstocks an der Sparkasse im Ort zeugt. Sogar der Name Mittenwalde stammt von den Zeidlern, die mitten im Wald mit den summenden Tierchen Imkerei betrieben. In Projektgruppen wurden von den Schülern verschieden Stationen durchlaufen: so begannen einige mit dem Mikroskopieren. Dort konnte man der Biene endlich einmal ganz nah sein, ohne Angst haben zu müssen gestochen zu werden.

Ins Zeichnungen anfertigen und genaue Betrachten der einzelnen Teile der Biene waren die Schüler so sehr vertieft, dass sie sogar überredet werden mussten zur Pause zu gehen!!! Nach der Pause wartete schon das nächste Erlebnis auf die Bienen-Forscher! Jetzt wurde es gefährlich, denn mit Feuer und Chemikalien ging es dem Honig auf den Grund.

Zunächst fanden wir Stärke in Kartoffeln, wobei die violett-schwarze Färbung eher den Ekel als den Appetit anregte. In Mehl und Honig sah es da schon angenehmer aus, da dort keine Farbe und somit keine Stärke zu finden war. Jetzt fing es endlich mit dem versprochenen Puffen an. So wurde getestet, ob Honig Zucker enthält, wozu nicht nur farbige Lösungen, sondern auch Feuer gebraucht wurde. Als der Honig sich dann ziegelrot färbte, konnte man sich vor „Oh“- und „Ah“-Rufen gar nicht mehr retten. Es war einfach zu schön anzusehen. Ja, und vor lauter Träumerei fing das eine oder andere Arbeitsblatt schon mal Feuer. Aber davon lassen sich echte Experimentatoren nicht aus der Ruhe bringen. Schnell war alles wieder in Ordnung gebracht und als jeder gerade noch das Rätsel auf dem Arbeitsblatt gelöst hatte, ging es auch schon wieder weiter zur nächsten Station.
So war es auch für die Schüler unserer Bio-AG ein interessanter Tag, da man selten so viel Neugier und Interesse entgegengebracht bekommt. Als die Grundschüler/innen dann an einer Station auch noch Max und Moritz persönlich kennen lernten, war der Tag wohl perfekt. Für uns Gymnasiasten kam nun die schwerste Aufgabe. Während die Kinder der 6. Klassen sich ein Video über die Honigbiene anguckten, mussten wir die besten Experimentatoren und Quizlöser bestimmen. Das erwies sich als gar nicht so einfach, da alle Schüler sehr lieb und aufmerksam waren und so hätte eigentlich jeder eine Urkunde verdient. Nach langem Hin und Her hatten wir die Sieger dann doch ausgewählt und nun war es an der Zeit sich zu verabschieden. Schade, dass ein so schöner Tag so schnell zu Ende ging, denn es hat jedem von uns gefallen, auch wenn nach unserer Einschätzung das Lehrerleben ganz schön anstrengend sein kann. Nach der Heimfahrt mit unseren Fahrrädern war dann auch der Letzte geschafft und so hatte sich wohl ein jeder das Wochenende redlich verdient! Also, wir freuen uns schon aufs nächste Grundschulprojekt in Sachen Bienchen!